"Frau Mutter Tier", Quelle: Alpenrepublik, DIF, © Alpenrepublik
Julia Jentsch, Annette Frier (v.l.)

Neu im Kino: Frau Mutter Tier

Mütter haben es heutzutage nicht leicht, keine Frage. Kümmern sie sich zu sehr, nennt man sie Helikopter, denken sie auch an ihre Karriere, gelten sie schnell als Rabenmütter. In ihrer klugen Gesellschaftskomödie "Frau Mutter Tier" wirft die Regisseurin Felicitas Darschin einen pointierten Blick auf die diversen Spagate, die man als Mutter vollführen muss, um vermeintlichen Erwartungen und Rollenbildern gerecht zu werden. Da ist Marie (Julia Jentsch), die von ihrem Job als Vollzeitmutter zwischen Spielplatz, Bio-Supermarkt und ehelichen "Pflichten" aufgerieben wird. Oder die 22-jährige Tine (Kristin Suckow), die als Alleinerziehende keinen Partner findet; und schließlich Nela, eine ehrgeizige Karrierefrau mit kleinem Kind und ignorantem Ehemann. Sie wird von Alexandra Helmig gespielt, die ihr gleichnamiges Bühnenstück zusammen mit Rudi Gaul für die Leinwand adaptierte. Die Bühnenstruktur der Vorlage wird im Film clever aufgebrochen, das Figurenensemble um einige amüsante Typen erweitert. Darschins Verfilmung zeigt Mütter am Rande des Nervenzusammenbruchs, ohne sich über sie lustig zu machen. Vielmehr hagelt es beißenden Spott für eine Gesellschaft, die es Frauen und Müttern derartig schwer macht - "Frau Mutter Tier" ist eine Wohlfühlkomöde mit Widerhaken.

Aktuelles

Im Rahmen der Sonderausstellung "Fantastische Welten, perfekte Illusionen & Visuelle Effekte im Film" lädt das Filmmuseum Düsseldorf zu einem Symposium am Samstag, 30. März, ein.

Die 15. Ausgabe von achtung berlin - new berlin film award, die von 10. bis 17 April stattfindet, präsentiert eine von Regina Kräh kuratierte Retrospektive "Berlin Acht Neu(n) Null – 30 Jahre Mauerfall".

Der Deutsche Hörfilmpreis 2019 wurde am Dienstagabend in Berlin vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) vergeben. In der Kategorie Kino ging die Auszeichnung an das Kriegsdrama "Der Hauptmann".

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Die Nominierungen zum Deutschen Filmpreis 2019 wurden am 20.03. im Rahmen einer Pressekonferenz von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, Akademie-Präsident Ulrich Matthes und Akademie-Vorstandsvorsitzendem Benjamin Herrmann in der Deutschen Kinemathek bekanntgegeben.

Vom 25. April bis 5. Mai 2019 findet sich zum 26. Mal in Toronto die internationale Dokumentarfilmszene bei Hot Docs ein, einem der wichtigsten Festivals für Dokumentarfilme. Die deutschen Filmemacher sind unter anderem mit gleich drei Produktionen in der Sektion World Showcase vertreten und auch im restlichen Festival Line-up finden sich spannende deutsche Produktionen.