Wettbewerbszentrale

Jahreskonferenz 2019 im Mai in Bad Homburg

Die Wettbewerbszentrale aus Bad Homburg lädt Mitte Mai 2019 zur Jahreskonferenz »Neue Herausforderungen für Unternehmen – schärfere Vorschriften und Sanktionen in Marketing & Vertrieb« ins KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg. Unter anderem werden datenschutzrechtliche Probleme und die Haftung von Plattformbetreibern besprochen.

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (Wettbewerbszentrale), die ihren Sitz in Bad Homburg bei Frankfurt/Main hat, legt die noch unvollständige Agenda für die zweitägige Veranstaltung am 14. und 15. Mai 2019 unter Vorbehalt vor: Änderungen sind noch möglich. Schwerpunkte der Konferenz sind erste Erfahrungen mit der DSGVO, schärfere Sanktionen bei Verstößen gegen Verbraucherrechten, Illegale Inhalte auf Plattformen sowie Messenger Marketing, Chatbots & KI. Den ersten Tag kann man mit dem Seminar »Online-Marketing und seine Grenzen« bestreiten, sowie mit den ersten Erfahrungen mit der DSGVO. Abends gibt es ein Get Together bei einem Mini Street Food Festival. Der zweite Konferenztag widmet sich unter anderem den Verbraucherrechten und illegalen Inhalte auf Plattformen. Als Referenten werden unter anderem Peter Altmaier (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Klaus Müller (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.) und Dr. Nikolaus Lindner (eBay) erwartet.

Die Jahreskonferenz 2019 »Neue Herausforderungen für Unternehmen – schärfere Vorschriften und Sanktionen in Marketing & Vertrieb« startet am Dienstag, 14. Mai 2019 und endet am Nachmittag des 15. Mail 2019. Zu den Teilnahmekosten liegen noch keine Informationen vor. Teilnehmer erhalten eine Fortbildungsbescheinigung über 3,5 Stunden zur Vorlage nach § 15 FAO.

Premium-Domains

Guta.com Report für 3. Quartal 2018 vermeldet Kaufschwäche

Guta.com, ein chinesischer Premium-Domain Broker, legte kürzlich seinen Bericht über den Premiumdomain-Handel für das 3. Quartal 2018 vor. Demnach lassen die Verkäufe solcher Domains nach.

Guta.com ist ein Premiumdomain-Maklerunternehmen, das auf Kauf und Verkauf von Premiumdomains spezialisiert ist und nach eigenen Angaben bereits zig Zwei- und hunderte Drei-Zeichen-Domains vermittelt hat. Ende Oktober vergangenen Jahres veröffentlichte Guta.com den »Premium Domain Sales Observation Report« für das 3. Quartal 2018 in China. Der elfseitige Report beschränkt sich auf 1- bis 4-Ziffern- und 1- bis 3-Zeichen-.com-Domains. Danach wurden im 3. Quartal 2018 neun 2-Zeichen.com-Domains gehandelt, von denen lediglich eine an einen US-amerikanischen Käufer ging, während die weiteren acht chinesische Käufer fanden. Vier dieser neun Domains gingen an chinesische Endnutzer, die in Blockchains und Cryptowährung tätig sind. Gegenüber dem 2. Quartal 2018, in dem 16 solcher Domains gehandelt wurden, gingen die Käufe deutlich zurück. Dieser Rückgang spiegelt sich auch innerhalb des beobachteten 3. Quartals: im Juli wechselten fünf der Domains den Inhaber, im August waren es noch drei und im September nur noch eine Domain.

Insgesamt 24 Verkäufe sah Guta.com bei den 3-Zeichen-Domains im 3. Quartal 2018. Auch da ließen die Verkaufszahlen über die drei Monate von 13 über 10 auf 1 nach. Die bekannt gewordenen Preise dieser Domains liegen in der Regel zwischen US$ 20.000,– und US$ 35.000,–, mit Ausreißern nach unten und oben, wie etwa nbx.com, die US$ 130.000,– erbrachte. Rund ein Sechstel dieser Verkäufe ging an Endnutzer. Bei reinen Ziffern-Domains waren die Zahlen schwächer: Guta.com verzeichnet neun Verkäufe von 2- und 3-Ziffern-Domains. Lediglich zwei 2-Ziffern-Domains waren dabei, 81.com und 60.com, welchletztere von 60 Holding Limit, einer Cryptowährungsbörse, gekauft wurde. Allerdings stiegen über die Monate die Zahlen an, von 3 im Juli, über 2 im August auf 4 im September. Mehr los war bei den 4-Ziffern-Domains, von denen 17 gehandelt wurden. Allerdings sahen dieses Zahlen im Vergleich zum 2. Quartal, das noch 58 Verkäufe aufwies, mies aus. Auch sanken die Zahlen erheblich innerhalb des Quartals von 10 über 5 auf lediglich 2 Domains im September.

Guta.com sah eine deutliche Abschwächung des Marktes für Premium-Domains im 3. Quartal 2018. Einige dieser Domains gingen an Endnutzer, von denen wiederum viele sich im Cryptowährungsumfeld bewegen. Man könne auf den Gedanken kommen, so merkt Guta.com vorsichtig an, dass die Abschwächung des Marktes im Zusammenhang mit der Schwächung des Cryptowährungsmarktes stehe.

ccTLDs

Chile sucht für .cl weitere Registrare

NIC Chile, Verwalterin des offiziellen chilenischen Länderkürzels .cl, hat ein neues »Registrars Program« verabschiedet.

Es erlaubt sowohl nationalen als auch internationalen Domain-Registraren, ihren Kunden .cl-Domains anzubieten. Dazu ist eine eigene Akkreditierung erforderlich, die für internationale Registrare bisher vorausgesetzt hat, dass sie auch als ICANN-akkreditierter Registrar geführt werden; diese Beschränkung fällt in Zukunft weg, so dass weit mehr Registrare .cl-Domains anbieten können. Damit dürfte auch die Zahl von bisher elf akkreditierten .cl-Registraren sprunghaft steigen. Für Markeninhaber ist diese Entwicklung nicht ungefährlich, da sich mit einer erleichterten Zugänglichkeit das Risiko für Rechtsverletzungen erhöht; eine präventive Registrierung sollte daher in Betracht gezogen werden. Aktuell sind rund 575.000 Domains unter .cl registriert; ob diese Zahl nun sprunghaft steigt, werden die kommenden Monate weisen.

.cl-Domains können Sie beispielsweise beim Starnberger Domain-Spezialisten united-domains AG, dessen Projekt domain-recht.de ist, registrieren.

Netzpolitik

Prof. Kleinwächter blickt in das Jahr 2019

Das Jahr 2019 ist erst wenige Tage alt, doch was wird es in Sachen Netzverwaltung noch bringen? Prof. Wolfgang Kleinwächter, renommierter Experte für Internet-Governance, wirft in einem Blog-Beitrag für circleid.com seine Glaskugel an und wagt den Ausblick.

Die gute Nachricht zuerst: mit etwas Glück könnte 2019 nach Ansicht von Kleinwächter als Jahr des »digital wisdom« in die Geschichtsbücher eingehen. Mehr als ein halbes Dutzend an Think-Tanks, globalen Kommissionen, hochrangigen Panels, Arbeits- und Prüfungsgruppen trifft sich in den nächsten 12 Monaten mit Ideen, Vorschlägen, Empfehlungen und langen »To-Do«-Listen für Regierungen, die Privatwirtschaft, die Zivilgesellschaft und den Technologie-Sektor, wie man das Ökosystem der Netzverwaltung frei, offen, stabil, innovativ und vereint hält. Als Beispiel nennt Kleinwächter die »Global Commission on the Future of Work«, die im Januar ihren Schlussbericht vorlegt und sich eingehend damit befasst hat, wie in der digitalen Welt annehmbare und nachhaltige Arbeit sichergestellt wird. Für Mai erwartet man den Bericht des »High-Level Panel on Digital Cooperation« (HLP.DC); das Panel unter Leitung von Melinda Gates (Microsoft Foundation) und Jack Ma (Alibaba) will neue Ideen präsentieren, wie die Cyberwelt organisiert werden soll.

Bei alldem sieht Kleinwächter zwei Entwicklungen: einerseits befürworten immer mehr Interessensgruppen mehr Stabilität und damit mehr Regulierung für das bestehende System der Netzverwaltung, von Kleinwächter als »innovative Multilateralism« bezeichnet. Andererseits steigt der Anteil der Regierungen, die auf »My country, first«, »Cybersovereignty« und »National Internet Segment« setzen, was als Modell des »neo-nationalistic unilateralism« existierende Rechte und Freiheiten im Internet untergrabe. Beide Entwicklungen könnten für wachsende Konfusionen im Internet sorgen, was wiederum Bemühungen, den Cyberspace basierend auf den gemeinsamen Werten der Charta der Vereinten Nationen, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der WSIS Tunis Agenda und dem NetMundial-Statement zu stabilisieren, verkompliziert.

Der Internet-Verwaltung ICANN sagt Kleinwächter eine turbulente Zeit voraus. Er befürchtet, dass es zu neuen Kontroversen rund um das Domain Name System (DNS) kommen könnte, namentlich das »DNS over HTTPS« (DoH), ein erst am 19. Oktober 2018 standardisiertes Protokoll zur Durchführung einer DNS-Auflösung über das HTTPS-Protokoll. Der DNS-Verkehr läuft in diesem Fall per HTTPS-verschlüsselter Verbindung über einen Webserver zu unzensierten DNS-Servern, um mehr Vertraulichkeit für das DNS zu schaffen. Nach Einschätzung von Kleinwächter ist ICANN seit der IANA-Transition im Jahr 2016 aus dem politischen Scheinwerferlicht gerückt. Doch angesichts der neuen Entwicklungen, welche die Sicherheit und Stabilität des öffentlichen Rückgrats des Internets betreffen, könnte sich ICANN bereits bald wieder in der Schusslinie der Internet Governance wiederfinden. Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen, hat die breite Öffentlichkeit wie gewohnt bei den drei jährlichen ICANN-Meetings; sie finden vom 09. bis 14. März 2019 in Kobe (Japan), vom 24. bis 27. Juni 2019 in Marrakesch (Marokko) und vom 02. bis 07. November 2019 in Montréal (Kanada) statt. Die Teilnahme ist jeweils kostenlos.

nTLDs

.homes-Domains sind jetzt günstiger und für jeden zu haben

DERHomes LLC, zur US-amerikanischen Dominion Enterprises gehörende Registry der neuen Top Level Domain .homes, hat die angekündigte Liberalisierung umgesetzt.

Seit dem 14. Januar 2019 um 16:00 Uhr (UTC) können Domains unter .homes von jedermann weltweit zu jedem beliebigen legalen Zweck registriert werden. Das bisherige Nexus-Requirement, das einen »bona-fide nexus to the .homes sector« verlangt, entfällt ersatzlos. Zugleich sind die Registrierungsgebühren deutlich gefallen; waren bisher etwa US$ 100,– pro Jahr und Domain zu zahlen, gibt es Werbeangebote mit Gebühren von US$ 15,– im ersten Jahr; als realistisch geltend jedoch Gebühren von EUR 50,– im Jahr, je nach Zuverlässigkeit des Registrars und der angebotenen Nebenleistungen. Aktuell sind rund 400 Domains unter .homes registriert, sie stammen weit überwiegend aus der Sunrise-Phase, die bereits am 06. Mai 2016 geendet hat. Neben .homes verwaltet Dominion Enterprises auch noch .autos, .boats, .yachts und .motorcycles; bis auf .autos sind auch die übrigen Top Level Domains weitgehend liberalisiert und von Registrierungsbeschränkungen befreit worden.

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